Positionspapier IG DEO
Erwiesenermassen werden mehr als zwei Drittel des Verkehrs am Wollerauer Dorfkreisel durch die Verkehrsbeziehungen zwischen den Hauptstrassen aus dem Osten und dem Süden und dem Autobahnanschluss verursacht. Der restliche Drittel entfällt auf den lokalen Verkehr sowie den Durchgangsverkehr auf der Hauptstrasse.
Würde der Verkehr von der Wächlen (Gemeindehaus) direkt über den Autobahnanschluss zur Hauptstrasse im Bereich Stegacker (Weinburg/Lung-Fung) geführt, könnte der Dorfkern um weit mehr als zwei Drittel des heutigen Verkehrs entlastet werden.
Die DEO als erster Schritt entlastet gleichzeitig den SOB-Bahnübergang und wertet das Dorfzentrum zwischen Kreisel und Gemeindehaus deutlich auf. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für ein attraktives, lebendiges Dorfzentrum – vergleichbar mit Richterswil. Dies entspricht den Zielen des Richtplans 2021, zu denen sich die Gemeinde verbindlich bekannt hat.
In einem weitere Schritt könnte die Stegacker-Verbindung den Verkehr auf der Hauptstrasse oberhalb des Kreisels aus dem Dorfzentrum enorm verringern. Dadurch liesse sich der Verkehr auf diesem Abschnitt um nahezu 90 Prozent reduzieren.
Damit diese Entlastungswirkung erreicht wird, müssen die neuen Strassenverbindungen den Anforderungen einer Hauptstrasse entsprechen: mit einem Verkehrsregime von 50 km/h, einer möglichst direkten Linienführung und der Befahrbarkeit durch Schwertransporte.
Diese Voraussetzungen erfüllt die Linienführung Version mittel (VM). Mit der aktuellen Planung des Alterszentrums Turmmatt (AZTM) lässt sie sich jedoch nicht vereinbaren. Die Kompromissvariante V2+ führt um das AZTM herum, erfüllt aus unserer Sicht die Anforderungen an eine leistungsfähige Durchgangsstrasse nicht ausreichend und bringt zusätzliche Nachteile sowie planerische und technische Unsicherheiten mit sich.
Unsere Position: Wir setzen uns für die DEO ein. Zusammen mit der Stegacker-Verbindung bietet sie die Möglichkeit, das Dofzentrum von Wollerau nachhaltig vom Durchgangsverkehr zu entlasten, den Rückstau am Bahnübergang zu eliminieren und den Dorfkern als lebenswerten Begegnungs- und Aufenthaltsort aufzuwerten.